Koma-Saufen: Erste Kommunen machen Front

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Das Komasaufen nimmt bei Jugendlichen immer stärker zu

Fürstenfeldbruck - Die Städte und Gemeinden im Landkreis Fürstenfeldbruck haben jugendlichem Koma-Saufen den Kampf angesagt - mit einem bislang einmaligen Regelwerk.

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Vereinbarung im Wortlaut

Jetzt unterzeichneten im Landratsamt Fürstenfeldbruck auf Einladung von Landrat Thomas Karmasin die Bürgermeister und Oberbürgermeister des Landkreises sowie Vertreter der Polizeiinspektionen und des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord die gemeinsame „Vereinbarung gegen Alkoholmissbrauch auf Festveranstaltungen“. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe zusammengesetzt aus verschiedenen Vertretern aus Gewerbe- und Ordnungsämtern der Gemeinden, den Polizeiinspektionen des Landkreises, dem Straßenverkehrs-, dem Gewerbeamt und der Fachstelle Jugendschutz des Amtes für Jugend und Familie hatte im März 2010 unter der Schirmherrschaft von Landrat Karmasin die Vereinbarung auf den Weg gebracht.

Die „Vereinbarung gegen Alkoholmissbrauch auf Festveranstaltungen“ ist ein wesentlicher Bestandteil des kommunalen Alkoholpräventionsprojektes „HaLt- Hart am Limit“ und ermöglicht ein einheitliches Vorgehen der Städte und Gemeinden als Genehmigungsbehörden auf Landkreisebene. Miteinander Feiern und Spaß haben soll nach wie vor im Vordergrund von Veranstaltungen stehen. Im Fokus der Vereinbarung steht die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes.

„Es geht nicht darum, Partys und Veranstaltungen, die Jugendlichen Spaß machen, zu verbieten,“ betonte Landrat Thomas Karmasin. „Es geht darum, den jungen Menschen beizubringen, wo Risiken und Gefahren des Alkoholkonsums liegen und wie man damit umgehen soll.“

Auf der Grundlage der neuen Vereinbarung können beispielsweise Auflagen zur Verhinderung des sog. Kofferraumtrinkens erlassen werden. Dabei handelt es sich um die Unart, sich außerhalb des Festgeländes, aber dennoch in der Nähe der Veranstaltung mit Schnaps zu betrinken und hinterher zum Fest zurückzukehren. Weiterhin ist geregelt, dass landkreisweit Veranstaltungsende grundsätzlich spätestens 3.00 Uhr des Folgetags ist.

Pressemitteilung Landratsamt Fürstenfeldbruck

Quelle: rosenheim24.de

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