Treibt ein Hundehasser sein Unwesen?

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Viele Hundebesitzer bangen um ihre Vierbeiner.

Landkreis - Hundebesitzer sind verängstigt: In den vergangenen Monaten häuften sich die Fälle von vergifteten Hunden in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim.

Die Besorgnis der Hundebesitzer ist verständlich: Alleine im Landkreis Rosenheim kam es seit Dezember 2013 zu zehn Fällen, bei denen Hunde Vergiftungs-Merkmale aufwiesen. Drei der Tiere starben an den Folgen. Doch Stefan Sonntag, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd, glaubt dabei nicht an die Taten eines Hundehassers. "Es spricht vieles dafür, dass das unglückliche Unfälle waren."

Viele Landwirte in der Umgebung würden zu Anfang des Jahres auf ihren Anwesen Pestizide und Rattengifte auslegen, um Schädlinge fernzuhalten. "Oft fressen dann freilaufende Hunde diese Köder und vergiften sich dadurch." Dieses Phänomen beobachte man bei der Polizei schon seit Jahren. "Wir wollen das auch nicht verharmlosen. Es sind Tiere gestorben, aber nicht durch die Hand eines Hundehassers." Sonntag appelliert daher an die Hundebesitzer, ihre Tiere entweder angeleint zu lassen oder ihnen einen Maulkorb anzulegen, damit sie das Gift nicht fressen können. Trotzdem geht die Polizei den Hinweisen nach und lässt seit einiger Zeit nun auch durch Reiterstaffeln die Gebiete, in denen die Fälle aufgetreten sind, absuchen. Sonntag: "Verstärkt sind sie im Bereich des Inn-Damms unterwegs." Bislang habe man aber noch keine Giftköder feststellen können.

Zuletzt sorgten zwei Fälle in Traunreut für Aufregung unter den Hundebesitzern: Erst starb ein Malteser an den Folgen einer Vergiftung durch Rattengift, dass er nach Medieninformationen auf einer Grünanlage zwischen der Eichendorff- und Elbestraße durch einen Köder aufgenommen hatte. Und in dieser Woche war es der Rüde "Pino", der plötzlich eine verdächtige Kordel im Maul hatte. Besitzerin Anita Grafetstätter: "Meine Tochter war mit unserem Hund an der Watzmannstraße unterwegs, als eine Nachbarin, mit der sie gerade gesprochen hatte, die weiße Schnur im Maul des Tieres bemerkte. Daran war ein komisch aussehendes Stück Wurst befestigt." Das Mädchen brachte Pino sofort zur Tierärztin, die dem Hund eine Spritze gab, damit er sich erbricht. "Wir haben das Stück Wurst aufgehoben und zur Polizei gebracht." Ob es sich dabei wirklich um einen Giftköder handelt, ist bislang nicht bekannt.

Quelle: rosenheim24.de

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