Hoteliers kämpfen um Mehrwertsteuer-Gerechtigkeit

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Das Gemeinschaftsbild der Kreisvorstände von Rosenheim, Traunstein und Berchtesgaden zeigt von links nach rechts: Rudi Zellner, KV Rosenheim, Peter Stocker KV Traunstein, Dagmar Haider, KV Berchtesgaden, Uli Brandl, BHG Präsident Bayern, Franz Bergmüller, BHG Bezirksvorsitzender Oberbayern, Hans Bäuerle, KV Rosenheim

München - Bayerns Hoteliers und Wirte kämpfen für weitere Mehrwertsteuer-Gerechtigkeit. Die Kreisverbände Rosenheim-Traunstein-Berchtesgadener Land waren beim Frühjahrsempfang in München stark vertreten.

Zahlreich vertreten unter den über 1000 Gastronomen waren die Verantwortlichen der Gaststätten-Kreisverbände beim Frühjahrsempfang des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes im Hippodrom-Festzelt auf dem Münchner Frühlingsfest. „Die enorme Teilnahme an dieser Veranstaltung zeigt das Interesse der Mitglieder an der Verbandsarbeit, aber auch die Sorgen, die wir haben“, so Franz Bergmüller als Vorsitzender des BHG-Bezirksverbandes Oberbayern.

Themenschwerpunkt bei der Rede von Bayerns BHG-Präsidenten Ulrich N. Brandl waren die Auswirkungen der Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen zum 1. Januar 2010. „Mit diesem so genannten Wachstumsbeschleunigungsgesetz bekamen die Unternehmen wertvolle Handlungsspielräume für Investitionen, für den Erhalt und Ausbau von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, für die Mitarbeiterqualifizierung und –entlohnung sowie für Preissenkungen“, sagte Brandl zu Beginn seiner Ausführungen zum reduzierten Mehrwertsteuersatz, der in 21 von 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gilt.

Ehrung für Prof. Dr. Fritz Wickenhäuser mit Präsident Ulrich N. Brandl und mit seiner Vizepräsidentin Angela Inselkammer

Die Mehrwertsteuersenkung sorgt allerdings immer wieder für politische Diskussionen. Hierzu sagte Brandl, dass in Europa eine Harmonisierung der Mehrwertsteuerregelung und in Deutschland eine Gleichbehandlung (z. B. mit Bäckern, Metzgern und Einzelhandel) angestrebt werden muss, ehe man weitere Ungerechtigkeiten beschließen sollte. Ebenso wie für die Übernachtungsbetriebe so verlangte Brandl unter dem Beifall der Gastronomengemeinschaft und im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden auch für das Gaststättengewerbe einen gerechten Mehrwertsteuersatz. Für die Automobil-Industrie und für die Banken gab es Riesen-Rettungsmaßnahmen, so Brandl weiter, aber von deren Millionen- und Milliardengewinnen ein Jahr nach der Krise hört man nichts mehr. „Wo kommen die Gewinne hin? Welche Konsequenzen gab es für die Zocker in den Banken?“ – diese Fragen konnte auch Brandl nicht beantworten.

Einen Anteil an den ungerechten Behandlungen des Hotel- und Gaststättengewerbes sieht Brandl auch in den Medien. Zur schreibenden und berichtenden Zunft sagte er: „Wer Politik machen will, soll in Zukunft in die Politik gehen und sich nicht hinter einer Tastatur und dem Deckmantel einer mitnichten objektiven Berichterstattung verstecken“. Ausdrücklich dankte Brandl den politischen Vertretern der CSU, der bayerischen FDP und der Freien Wähler für deren Unterstützung in den Bemühungen, der Branche beim Kampf um Mehrwertsteuer- Gerechtigkeit zu helfen.

Stehende Ovationen für den kämpferischen Vortrag von Ulrich N. Brandl gab es von über 1.000 Gastronomen aus ganz Bayern.

Im Rahmen des Frühjahrsempfangs konnte Prof. Dr. Fritz Wickenhäuser, dem Ehrenpräsidenten des Bundes der Selbstständigen / Deutscher Gewerbeverband – Landesverband Bayern die Ehrenmedaille in Gold und mit Urkunde von Präsident Ulrich N. Brandl und von Vizepräsidentin Angela Inselkammer verliehen werden. 

Quelle: rosenheim24.de

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