Holzkohlegrill führt abermals zum Tod

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Allershausen - Erneut forderte die falsche Handhabung eines Holzkohlegrills ein Todesopfer. Nach einer Geburtstagparty wollte ein 40-Jähriger noch die Garage aufräumen.

Bereits am Neujahrstag kam es in Freising zu einem tödlichen Unfall mit einem Holzkohlegrill. Die Kripo Erding musste nun in Allershausen erneut einen gleichartig gelagerten Fall aufnehmen bei dem ein 40-jähriger Mann ums Leben kam.

Am Samstag, 15. Januar, feierte ein 40-jähriger Mann mit Freunden in seiner Garage. Hierzu wurde im Freien gegrillt. Nach dem Ende der Feierlichkeit, gegen 3.40 Uhr, wollte der Gastgeber in seiner Garage Aufräumarbeiten durchführen. Am nächsten Vormittag fanden ihn Bekannte leblos auf dem Boden. Der sofort herbeigerufene Notarzt versuchte zwar noch sein Leben zu retten, musste aber die Reanimationsmaßnahmen erfolglos einstellen.

Aufgrund der unklaren Auffindesituation wurde nun eine Obduktion beim Institut für Rechtsmedizin durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass man bei dem Verstorbenen eine weitaus überhöhte Konzentration von Kohlenmonoxid im Blut feststellte.

Den Ermittlungen der Kriminalpolizei Erding zufolge, wurde der vorher betriebene Holzkohlegrill nicht abgelöscht und zum Abkühlen in die geschlossene Garage gestellt. Die entstandenen Gase führten letztendlich zum Tod des Mannes.

Nach Tod von Vater und Tochter: Ursache klar

Bereits am 1. Januar war es zu einem gleichartigen Vorfall in einer Wohnung in Freising gekommen. Hierbei kamen ein zehnjähriges Mädchen und dessen 43-jähriger Vater ums Leben.

In diesem Zusammenhang wird nochmals eindringlich darauf hingewiesen, dass es zu lebensgefährlichen Gasvergiftungen kommen kann, wenn ein Holzkohlegrill in einem geschlossenen Raum betrieben wird. Das bei der Verbrennung entstehende Giftgas (Kohlenmonoxid) ist farb- und geruchlos. Bei einer entsprechend hohen Konzentration im Raum kommt es sehr schnell zu einer Handlungsunfähigkeit mit folgender Bewusstlosigkeit. Ist eine schnelle ärztliche Behandlung nicht möglich, so führt die Vergiftung unweigerlich zum Tod.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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