Rückblick auf Ereignisse

Die größten Hochwasser- und Unwetter-Katastrophen in unserer Region

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Die A8 bei Grabenstätt wurde beim Jahrhunderhochwasser 2013 völlig überflutet.

Landkreis - Derzeit erschüttert das schwere Hochwasser in Niederbayern mit aktuell vier Toten Bayern. Aber auch unsere Region musste in der Vergangenheit viel einstecken:

+++ Themenseite Hochwasser +++

Februar 2010: Sturmtief "Xynthia" wütet über Westeuropa

Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen, ausgefallene Züge, gestrichene Flüge: Das gigantische Sturmtief "Xynthia" fegte über Deutschland hinweg und sorgte für chaotische Verkehrsverhältnisse. Die am stärksten von Xynthia betroffenen Gebiete waren der Norden Portugals, Galicien und das Baskenland, die französische Atlantikküste und die Mitte Frankreichs sowie weite Teile Deutschlands. Aus Frankreich insgesamt wurden insgesamt 53 Todesopfer gemeldet, 7 aus Deutschland, 3 aus Spanien, 1 aus Portugal, 1 aus Belgien.

Orkantief "Xynthia" wütet über Deutschland

Unwetter Mitte 2011

Ein schweres Unwetter zog die Region im Juli in Mittleidenschaft. Umgestürzte Bäume, gesperrte Strafen, vollgelaufene Keller und ausgefallene Züge ließen die Menschen bangen.

Unfall bei der Einsatzfahrt

Willing: Die Folgen des Unwetters

Jahrhunderthochwasser 2013

Das Hochwasser in Mitteleuropa von Ende Mai und Anfang Juni 2013 wurde durch tagelange Regenfälle verursacht. Insgesamt kam es in sieben Ländern zu schweren Überflutungen. In Deutschland hat das Hochwasser vor allem die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen betroffen: Zahlreiche Flüsse traten über ihre Ufer und auch andere größere deutsche Flusssysteme führten Hochwasser. In 55 Landkreisen musste Katastrophenalarm ausgerufen werden, vor allem in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Bundeswehr war ab dem Morgen des 3. Juni 2013 an zahlreichen Orten mit über 19.000 Soldaten und Reservisten im Einsatz. 25 Menschen ließen ihr Leben.

Lage in Bayern

In Passau kam es mit einem Rekordpegel von 12,89 m am Abend des 3. Juni, der primär durch eine Flutwelle des Inns entstand, zur schwersten Überschwemmung seit fünfhundert Jahren.

In Rosenheim wurde am Vormittag des 2. Juni 2013 Katastrophenalarm ausgelöst, als ein Damm der Mangfall zu brechen drohte. Teile der Stadt wurden evakuiert. In der Nacht zum 3. Juni wurde der Mangfalldamm zwischen Kolbermoor und Rosenheim südseitig überschwemmt und überflutete die Ortsteile Schwaig und Oberwöhr. Die A8 wurde bei der Ausfahrt Grabenstätt durch die Tiroler Ache am 2. Juni vollständig überflutet und war erst ab dem Nachmittag des 5. Juni wieder befahrbar. Die Bahnstrecken München–Rosenheim, Rosenheim–Salzburg und die Strecke in Richtung Innsbruck wurden an mehreren Stellen unterbrochen.

Hochwasser auf Autobahn A8 bei Grabenstätt

Bei Freilassing trat die Saalach auf einer Länge von mehreren hundert Metern über die Dämme und überflutete Teile der Stadt. Um in der Region Südbayern eine schnelle Hilfe zu ermöglichen, wurden in Neubeuern über 300 Rettungskräfte aus Tirol und verschonten Teilen Bayerns stationiert. Von dort aus rückten sie zu den Brennpunkten Bayerns aus.

Dramatisches Hochwasser in Kolbermoor

Hochwasser am Inn

Hochwasser in Mühltal an der Traun

Hochwasser in Traunwalchen

Aktuelle Bilder vom Saalach-Damm in Freilassing

Überschwemmungen nach Starkregen 2014

Aufgrund der starken Regenfälle kam es in Südost-Bayern zu zahlreichen Überschwemmungen. Im Landkreis Rosenheim habe es für die Einsatzkräfte vier Schwerpunkt-Gebiete gegeben, wie Kreisbrandrat Richard Schrank berichtet. "Die Gemeinden Prien, Riedering, Rohrdorf und Thansau waren besonders stark betroffen." In Niedermoosen sei es etwas dramatischer gewesen als in anderen Gemeinden. "Der Rothbach ist über die Ufer getreten und hat das Gewerbegebiet und angrenzende Wohngebiete überflutet."

Überschwemmungen in Niedermoosen

Überschwemmungen in Riedering, Thansau, Niedermoosen

Überflutungen in Prien

Orkan "Niklas" März/April 2015

Neun Todesfälle in Deutschland wurden als Folgen des Sturmtiefs berichtet. Zwei Männer in ihrem Dienstfahrzeug und eine Frau wurden in ihrem Auto von Bäumen, ein weiterer Mann von einer Betonmauer und ein vierter von einem Scheunentor erschlagen, das von Böen aus seiner Aufhängung gelöst worden war. In drei Fällen verloren Fahrer nach plötzlichem Schneefall bzw. Hagel auf glatten Straßen die Kontrolle über ihre Wagen. Dabei starben vier Männer, zwei weitere wurden dabei schwer verletzt. Ein Rollerfahrer und ein Mädchen wurden von umstürzenden Bäumen, zwei Arbeiter beim Umstürzen eines Gerüsts schwer verletzt.

Die Deutsche Bahn stellte am 31. März 2015 den Nah- und teilweise den Fernverkehr des mit dem Sturmtief verbundenen Risikos ein. Tausende Reisende und Pendler saßen an Bahnhöfen unter anderem in Düsseldorf, Bielefeld, Dortmund und Köln fest. In München wurde der Hauptbahnhof gesperrt, da die Glasfront des Bahnhofs beschädigt worden war. Auch der Verkehr auf der ICE-Strecke München – Augsburg und zwischen Rosenheim und München wurde eingestellt.

Transporter samt Anhänger vom Sturm umgeblasen

Orkan: Schilder beschädigt, Container umgestürzt

Quelle: rosenheim24.de

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