Über 100 "Tags" gesprüht

Münchner Bundespolizei fahndet per Hubschrauber nach Sprayern

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Germering - Streifen der Landespolizei aus Germering und der Münchner Bundespolizei konnten am frühen Donnerstagmorgen zwei Jugendliche festnehmen, die im Verdacht stehen, mehr als 100 Schriftzüge in Graffitimanier am Haltepunkt Harthaus angebracht zu haben.

Gegen 03.10 Uhr meldeten Anwohner der Polizei, dass sich verdächtigte Personen am Haltepunkt Harthaus in Germering aufhalten sollen. Eine herbeigerufene Streife der Polizeiinspektion Germering konnte vier, teils vermummte Personen feststellen, die am Bahnsteig verschiedene Graffiti-Schriftzüge anbrachten. Nachdem die vier Täter die Polizeibeamten bemerkten, ergriffen sie die Flucht. 

Einen Tatverdächtigen konnten die Germeringer Polizisten nach kurzer Verfolgung einholen und festnehmen. Zuvor hatte der bereits polizeibekannte 16-Jährige aus dem Landkreis Starnberg eine Stirnlampe, eine Sturmhaube und einen Karton mit Spraydosen verloren.

Hubschrauber im Einsatz

Drei Tatverdächtige konnten zunächst unerkannt flüchten. Eine Streife und ein Diensthundeführer der Münchner Bundespolizei fahndeten daraufhin in Zusammenarbeit mit der Landespolizei im Nahbereich. Der Diensthund konnte die Fährte aufnehmen und einen weiteren 16-Jährigen aus dem Landkreis Starnberg unweit des Tatorts gegen 03:40 Uhr aufspüren. 

Die Beamten fanden bei dem Jugendlichen ein sogenanntes "Blackbook" mit Skizzen und Schriftzügen, die denen am Bahnsteig glichen.  Zwei Tatverdächtige blieben unerkannt - die Ermittlungen dauern an. Während der Fahndung setzte die Bundespolizei einen Helikopter ein, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich die Tatverdächtigen im oder am Gleisbereich aufhalten.

Über 100 "Tags" gesprüht

 Am Haltepunkt dokumentierten die Beamten über 100 sogenannte "Tags" in Graffitimanier, die an unterschiedlichen Stellen entlang des Bahnsteigs angebracht worden waren. Weiterhin fanden die Streifen Sprühutensilien, Skizzen und zurückgelassene Kleidungsstücke der Tatverdächtigen. Ermittler der Bundespolizei werten derzeit Spuren aus und vernehmen Zeugen und Beschuldigte. Auch hier dauern die Ermittlungen an.

Bereits Mitte Juli gab es einen ähnlichen Fall. DB-Mitarbeitern fiel in der Nähe der Grafinger S-Bahnabstellung eine Gruppe von fünf Männern auf. Sie hatten den Verdacht, dass es sich um Graffitisprayer handeln könnte und riefen daraufhin die Polizei. Auch hierbei kam ein Helikopter der Fliegerstaffel Oberschleißheim zum Einsatz.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München

Quelle: rosenheim24.de

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