Auf diesen Eisberg lief die Titanic auf

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Der Übeltäter: das einzige Foto vom Eisberg!

Rosenheim - Genau 100 Jahre ist es her, dass die "Titanic" auf ihrer Jungfernfahrt gesunken ist. Im Rosenheimer Lokschuppen gibt es das einzige Foto des Eisbergs zu sehen.

In der Nacht zum 15. April vor 100 Jahren sank der Luxus-Dampfer „Titanic“, nachdem er einen Eisberg gerammt hatte. Die TIEFSEE im Ausstellungszentrum Lokschuppen bietet zu diesem Thema ein kleines, aber äußerst exklusives Highlight: das einzige Bild des Eisbergs, festgehalten auf einer Postkarte aus dem Jahr 1912.

Die Karte hat Henning Pfeifer dem Lokschuppen zur Verfügung gestellt. Und noch ein Highlight: der Medienpartner des Ausstellungszentrums, National Geographic Deutschland, wartet im April-Heft mit einer spektakulären Dokumentation zum Thema „Titanic“ auf. Henning Pfeifer ist im Hauptberuf Polizeireporter beim Bayerischen Rundfunk. „Ein tschechischer Sammler hat mir vor 12 Jahren über das Internet einen Schwung alter Postkarten zum Thema Titanic angeboten“, erzählt er. „Ich war eigentlich nur an einer Karte interessiert. Doch der Sammler hat mir für einen geringen Aufpreis alle sieben Karten, die er hatte, angeboten.“

Pfeifer griff zu und begriff schnell, dass er einen Schatz erworben hatte: das einzige Bild des Eisbergs, den die Titanic gerammt hatte! Die Fachwelt ist sich sicher, dass der Titanic-Eisberg abgebildet ist. „Die Form entspricht den Beschreibungen von Augenzeugen“, erläutert Pfeifer. „Ein Seemann, der den Untergang überlebt hat, beschrieb die Ähnlichkeit des Eisbergs mit dem Felsen von Gibraltar – nur umgedreht. Genau diese Form hat der Eisberg.“

Titanic: Der Mythos ist unsinkbar

Henning Pfeifer im Lokschuppen vor den Titanic-Exponaten

Fotografiert wurde dieser Eisberg wenige Tage nach dem Unglück vom tschechischen Seemann Stephan Rehorek, der an Bord des deutschen Dampfers „Bremen“ die Unglücksstelle passierte. An der rechten Seite des Eisbergs ist die Stelle deutlich erkennbar, an der die „Titanic“ durch den Zusammenstoß Eis herausgerissen hat. Interessant sind in der TIEFSEE auch zwei Becher aus Styropor. Der höhere Becher zeigt die Originalgröße, der winzige daneben ist der gleiche Becher, zur Minigröße geschrumpft. Der stammt aus der Tiefsee: Er wurde bei einem Tauchgang zur Titanic außen angebunden und befand sich in 4.000 Metern Tiefe. Der Druck der tiefen See hat die Luft aus dem Styropor komplett herausgedrückt. Den Becher hat Pfeifer von Brigitte Saar bekommen, ZDF-Redakteurin und Titanic-Sammlerin aus Leidenschaft. „Ich habe als junges Mädchen ein Buch von meiner Großmutter bekommen – die letzte Reise der Titanic. Seitdem fasziniert mich das Thema.“

Am 9. September 1998 erfüllte sich ein Traum von Brigitte Saar. Sie nahm an einem Tauchgang zur Titanic teil. „Am Wrack unten erlebte ich eine Achterbahn der Gefühle. Es gab viele Gegenstände, die mich berührten. Ein Teller im Sand, oder der Blick ins Quartier des Kapitäns, wo seine Badewanne noch stand. Da fühlt man sich den Menschen von damals so unglaublich nahe. Und mir wurde bewusst, wie schnell eine Lebenslinie durch ein Unglück gekappt werden kann.“ Während Brigitte Saar so gerne noch mal hinuntertauchen würde, ist Henning Pfeifer nicht erpicht darauf. „Keine zehn Pferde kriegen mich in ein U-Boot, nicht mal die Titanic…“ Dieses Jahr wird mindestens eine touristische Expedition zur Titanic durchgeführt. Wenn Sie daran teilnehmen wollen: sie kostet 50.000 Dollar, Flug nach Kanada nicht inklusive.

Neueste, faszinierende Erkenntnisse über den Ablauf der Titanic-Katastrophe und exklusive Bilder gibt es aber auch günstiger. National Geographic Deutschland, Medienpartner der TIEFSEE-Ausstellung, zeigt in seiner April-Ausgabe neue Aufnahmen einer durch die NATIONAL GEOGRAPHIC SOCIETY unterstützten Expertenkommission um den Filmemacher James Cameron. Sie führte eine aufwändige Expedition mit ultramodernen Tauchrobotern durch. Die Roboter waren mit Vermessungsanlagen und hochauflösenden Kameras ausgestattet und brachten Tausende neuer Fotos. Die Fotos wurden mit innovativen graphischen Methoden zu einer Gesamtaufnahme zusammengesetzt. Sie zeigt erstmals das gesamte Wrack, das auf einer Fläche von vier Quadratkilometern verstreut auf dem Meeresgrund liegt. Weitere Informationen dazu gibt es auch im Internet unter www.nationalgeographic.de/mythos-titanic.

Pressemitteilung Lokschuppen Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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