022.02.1222.02.12|Bayern|
|
|Schrift
a /
A||
Landkreis - Gut zwei Prozent weniger Unfälle hat das Polizeipräsidium für das Jahr 2011 verzeichnet. Im Bereich der Alkoholunfälle nahm die Zahl hingegen zu.
Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd umfasst die kreisfreie Stadt Rosenheim sowie die neun Landkreise Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen.
Auf dem Gebiet des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd (ohne Übertragungsbereich) konnte bei der Gesamtunfallentwicklung ein leichter Rückgang von 33.715 auf 33.209 Unfälle (- 1,5 Prozent) festgestellt werden.
Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden stieg die Zahl leicht um 1,1 Prozent auf 5.875 (5.809) an. Verbunden damit war auch ein Anstieg der Zahl der Verletzten um 1,3 Prozent auf 7.886 (7.781). Bei den Verkehrstoten musste ein erheblicher Anstieg der Opferzahlen von 93 auf 115 (+ 23,7 Prozent) registriert werden. Vier weitere Verkehrsteilnehmer kamen im Übertragungsbereich ums Leben.
Bei den Unfällen mit Flucht musste wiederum ein leichter Anstieg um 4,1 Prozent verbucht werden (von 6.549 auf 6.821), wobei sich die Zahl der geklärten Fälle um 0,2 Prozent von 2.602 auf 2.597 Fälle geringfügig verringerte. Damit sank die Aufklärungsquote von 39,7 Prozent auf 38,1 Prozent (- 1,6 Prozent).
Die Zahl der bei den Unfällen beteiligten Radfahrer erhöhte sich von 1.673 auf 1.745 (+ 4,3 Prozent). Ebenfalls stieg dabei die Zahl der Verletzten von 1.457 auf 1.522 (+ 4,5 Prozent) an und es wurden im Vergleich zum Vorjahr drei Radfahrer mehr getötet (2011: 17 / 2010: 14; entspricht + 21,4 Prozent).
Bei der Anzahl der an Verkehrsunfällen beteiligten motorisierten Zweiräder ergab sich insgesamt eine Zunahme um 9,2 Prozent (von 1.058 auf 1.163), dazu stieg die Zahl der Verletzten von 911 auf 1.019 (+ 11,8 Prozent) an. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich (entgegen dem bayernweiten Trend) eine Abnahme bei den getöteten Kradfahrern von 20 auf 19 (- 5 Prozent). Hauptunfallursachen sind in diesem Bereich nach wie vor nicht angepasste bzw. überhöhte Geschwindigkeit.
Die Zahl der Schulwegunfälle blieb gegenüber dem Vorjahr gleich bei 70 Unfällen, wobei sich aber die Zahl der verletzten Schüler von 72 auf 82 erhöhte (+ 13,9 Prozent). Glücklicherweise waren diese Verletzungen zumeist nur leichterer Art. Und wie im Jahr zuvor wurde auch 2011 kein Schüler bei einem Unfall getötet.
Die Polizeidienststellen führten 2011 im gesamten Schutzbereich 8.006 (7.804) Geschwindigkeitsmessungen durch. 4,2 Millionen Fahrzeuge durchliefen die Kontrollstellen. 90.804 (101.788) Fahrzeugführer mussten wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen beanstandet werden. Das entspricht einer Beanstandungsquote von 2,1 Prozent (- 0,1 Prozent).
2.212 (2.425) Fahrzeuglenker wurden bei Verkehrssicherheitskontrollen alkoholisiert am Steuer ihres Fahrzeuges angetroffen und zur Anzeige gebracht. Unter Einfluss von illegalen Drogen standen 352 (398) kontrollierte Fahrzeugführer. Gegen sie wurden ebenfalls Straf- oder Bußgeldverfahren eingeleitet.
Im Rahmen der Verkehrserziehung machten die Jugendverkehrserzieher der Polizei im vergangenem Jahr 12.300 (12.900) Schulkinder der vierten Jahrgangsstufe mit den wichtigsten Verkehrsregeln vertraut. Dabei legten die meisten Kinder nach entsprechendem Training mit Erfolg die Fahrradprüfung ab.
Der Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrsüberwachung wird im Jahr 2012 weiterhin verstärkt in den Bereichen Geschwindigkeit, Alkohol/Drogen und Einhaltung der Verkehrsvorschriften, vor allem auch bei motorisierten Zweirädern und Radfahrern liegen.
Im Rahmen der Prävention richtet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd gemeinsam mit der Stadt Rosenheim am 16. Juni 2012 in Rosenheim den zentralen „Bayerischen Landestag der Verkehrssicherheit“ aus, an dem auch Herr Innenminister Hermann teilnehmen wird.
Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd
Quelle: Rosenheim24.deRubriklistenbild: © dpa
Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
