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Landkreis - Die Finanzkassen in Bayern werden gebündelt. Einige Arbeitsplätze in der Region sollen dann nach Traunstein in die zentrale Finanzkasse verlegt werden.

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Klaus Steiner (MdL), die Leiterin des Traunsteiner Finanzamts Annemarie Hofmann und Oberbürgermeister Manfred Kösterke beim Presseterin im Rathaus
Bayerns Finanzverwaltung wird noch effektiver gestaltet. "Mit der Bündelung der Finanzkassen macht Bayern einen weiteren wichtigen Schritt zum modernen Staat", betonte Dr. Markus Söder, Finanzminister, am vergangenen Mittwoch in München. "Die Neuorganisation der Finanzkassen sorge für verbesserte Arbeitsabläufe und mehr Effektivität." Derzeit wickeln 80 Finanzkassen mit rund 660 Mitarbeitern den Zahlungsverkehr für die Finanzämter ab.
In Traunstein soll nun eine zentrale Finanzkasse entstehen, die die Arbeit der Kassen in Berchtesgaden, Burghausen, Mühldorf und Rosenheim übernehmen wird.
Im Rahmen eines Pressetermins im Traunsteiner Rathaus gab der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner zusammen mit Oberbürgermeister Manfred Kösterke und Annemarie Hofmann, der Leiterin des Traunsteiner Finanzamts weitere Einzelheiten zu den Plänen bekannt.
"Schon vergangene Woche hat sich die Entscheidung des Finanzministers abgezeichnet", so Steiner. "Die 80 Finanzkassen in Bayern haben nicht effizient gearbeitet, das Pesonal war einfach nicht ausgelastet." Vom obersten Rechnungshof hätte es darum auch schon eine Rüge gegeben. "Ich habe in letzter Zeit versucht, Finanzminister Dr. Markus Söder davon zu überzeugen, dass Traunstein der richtige Standort für die neue, zentrale Finanzkasse ist. Dass die Entscheidung nun so gefallen ist, stärkt den Finanzamt-Standort Traunstein gewaltig."
Im Finanzamt Traunstein arbeiten momentan 248 Personen, etwa 15 sind in der Finanzkasse beschäftigt. Durch die Bündelung der Finanzkassen im Standort Traunstein wird natürlich auch der Personalbedarf steigen. "Etwa 40 bis 45 Personen werden in der neuen Finanzkasse einen Arbeitsplatz erhalten," gab die Leiterin des Traunsteiner Finanzamts Annemarie Hofmann bekannt. "Es werden aber in den bisherigen Finanzämtern keine Arbeitsplätze verloren gehen", betonte Hofmann. Frei werdendes Personal soll dann andere Arbeiten in dem jeweiligen Finanzamt übernehmen, oder frei über eine Versetzung nach Traunstein entscheiden.
Nun wird geprüft, in welchen Räumlichkeiten die zusätzlichen Mitarbeiter untergebracht werden können. Die neuen Arbeitsplätze könnten zum Beispiel im Vermessungsamt eingerichtet werden - auch die Räume des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes könnten hierfür dienen.
Auch Oberbürgermeister Manfred Kösterke zeigte sich angesichts der Entscheidung des Finanzministers recht erfreut. "Nach der Schließung des Kreiswehrersatzamts musste in Traunstein der Verlust von einigen Arbeitsplätzen in Kauf genommen werden." Dass die Entscheidung nun für den Standort Traunstein ausgefallen ist und dadurch Arbeitsplätze in die Stadt verlegt werden, begrüßte der Oberbürgermeister.
In Rosenheim sieht man das Ganze ein bisschen anders: Das Finanzamt dort hat es "eiskalt erwischt", wie Maria Noichl in einer Pressemitteilung feststellte. Auch der Personalratsvorsitzende des Finanzamts Rosenheim, Thomas Gegenfurtner, ärgert sich: „Für mich ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar. Wir verlieren hier 20 Vollzeitstellen bei ausreichenden Räumlichkeiten. In Traunstein dagegen müssen zusätzliche Räumlichkeiten angemietet werden.
Das Gesamtkonzept soll in Bayern bis 2015 umgesetzt werden.
Die Mitarbeiter vor Ort bekämen zum Teil lediglich andere Aufgaben zugeteilt, ein Mitzug nach Traunstein sei allerdings auch möglich, so Alt.
dpa/redch24/tj/radio charivari
Quelle: Rosenheim24.de
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