Flüchtlinge

Ministerin erwartet 15000 Asylbewerber mehr

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Sozialministerin Emilia Müller (CSU) rechnet damit, dass in diesem Jahr deutlich mehr Flüchtlinge nach Bayern kommen als bislang angenommen.

München - Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Bayern. Das Sozialministerium hat seine Prognose deutlich erhöht. Jetzt muss die Regierung mehr Plätze für die Erstaufnahme bereitstellen.

Sozialministerin Emilia Müller (CSU) rechnet damit, dass in diesem Jahr deutlich mehr Flüchtlinge nach Bayern kommen als bislang angenommen. „Ich rechne eher mit 60 000 Menschen, die wir in Bayern unterbringen und versorgen werden“, erklärte Müller am Dienstag. Das wären fast doppelt so viele wie im Jahr 2014. Bisher war die Ministerin entsprechend einer Prognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) von 45 000 Asylbewerbern ausgegangen.

In der Konsequenz bedeutet dies, dass der Freistaat seine Kapazität für die Erstaufnahme von Flüchtlingen drastisch ausweiten muss. Erstaufnahmeeinrichtungen sind Unterkünfte, in denen Asylbewerber in den ersten Wochen nach ihrer Ankunft wohnen sollen.

Inzwischen stünden in jedem Regierungsbezirk Unterkünfte für die Erstaufnahme von Asylbewerbern bereit, insgesamt 12 000 Plätze. Ziel sei es, die Kapazitäten auf bis zu 15 000 Plätze zu erweitern, sagte Müller. Die Ministerin besuchte am Dienstag eine Unterkunft in Augsburg, in der seit Ende März Asylbewerber leben.

dpa

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