Tag der Meteorologie

Heimliche Signale: So erkennt man den Wettertrend

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Am 23. März ist Tag der Meteorologie: Wetterfrosch Theo Wimmer schaut seit mehr als 20 Jahren ganz genau in die Kaffeetasse, "dem Wetter zuliebe" versteht sich
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Wasserburg - Was haben Mücken mit schlechtem Wetter zu tun? Wie kann man durch die Kaffeetasse das Wetter bestimmen und warum ist es toll, wenn Frösche lange quaken? Hobby-Meteorologe Theo Wimmer weiß es.

„Cumuluswolken werden auch Schäfchenwolken genannt. Sie sind meistens als Schönwetterwolken anzusehen“, erklärt Theo Wimmer. Der Hobbywetterexperte aus dem Altlandkreis Wasserburg beobachtet bereits seit mehr als 20 Jahren die Natur und den Zusammenhang bestimmter Phänomene und Situationen, die vor bestimmten Wetterlagen auftreten.

Wenn sich Wolken wie ein aufgetürmter Berg zeigen, sei das Gewitter meist schon vorprogrammiert, heißt es von dem 62-Jährigen gegenüber wasserburg24.de. Sein Hobby der Wetterbeobachtung und Einschätzung nimmt Wimmer sehr ernst. „Es hat sich gezeigt, dass im Alltag mit etwas Beobachtung Anzeichen von gutem oder schlechtem Wetter leicht selbst erkannt werden können“, so Wimmer weiter. „Beobachten Sie mal Ihren Kaffee in der Frühstückstasse“ rät der Wetterfrosch.

Er habe gemerkt, dass es schönes Wetter geben wird, wenn sich die Blasen in der Mitte quasi als Insel im frisch aufgebrühten Kaffee sammeln. „Wenn die Blasen sich am Rand ausbreiten, dann wird es regnen“, betont Theo Wimmer. „Das ist keine Hexerei, sondern eindeutig auf die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten zurückzuführen, diese physikalische Eigenschaft hilft mir schon seit Jahren, mir das Wetter am Morgen selbst zusammen zu brauchen“ lacht Wimmer. Ein weiteres klares Signal sei mit Hilfe des kontrollierten Lagerfeuers festzusetzen. „Wenn der Rauch des Feuers sehr schlecht nach oben steigt, dann ist es ein Hinweis für nahendes, langes, schlechtes Wetter“. Steige der Rauch jedoch schnell nach oben, bedeute es, dass es schönes Wetter geben werde, heißt es vom 62-Jährigen.

Der Naturliebhaber aus dem Altlandkreis Wasserburg ist Hobbyimker. „Wenn die Bienen fleißig sammeln, kann man sich darauf verlassen, dass das Wetter schön bleibt“, so Wimmer. Würden sie mitten am Tag damit schlagartig aufhören, drohe miese Wetterstimmung.

Checkliste der Signale

Gibt es spezielle Punkte, die darauf hinweisen, dass das Wetter schlechter wird? „Ja, ganz eindeutig“ ist sich Wimmer sicher. Nicht nur, dass die Schwalben tiefer fliegen und die Ameisen besonders planlos und voll Aufregung herumlaufen, bevor es zu regnen beginnt, auch der beißende Geruch aus Kanälen ist eines der Signale schlechthin, um Schlechtwetter voraussagen zu können“, so Wimmer. Ebenso sei kräftiges Morgenrot meist ein Vorausblick auf schlechtes Wetter. „Wenn die Insekten, beispielsweise die Mücken, schon morgens sehr lästig sind, dann steht uns meistens an dem Tag ein Gewitter bevor“ zählt der 62-Jährige weiter auf.

Neigung für gutes Wetter?

„Es gibt ein paar Punkte, die auf schönes Wetter hinweisen“ weiß Theo Wimmer. So gebe besonders kräftiger Tau am frühen Morgen meist die Sicherheit, gutes Wetter erwarten zu können. „Wenn am Vorabend die Frösche sehr lange herumquaken, ist es eine Vorhersage für Schönwetter am darauffolgenden Tag“, so Wimmer gegenüber wasserburg24.de. Wolkenarmer Himmel sei ebenfalls mit Gewissheit von guter Wetterlage verbunden, auch leichter Wind aus nordöstlicher Richtung gelte als „Gut-Wetter-Macher“, berichtet Theo Wimmer weiter. „Die Schwalben haben es besonders eifrig mit der hohen Fliegerei in weite Lüfte, wenn das Wetter gelingt und schön bleibt“, weiß der 62-Jährige. Der Blick auf den morgendlich erwachten Himmel könne weitere Signale geben. So gelte ein gelblicher oder auch leicht grau gefärbter Himmel am Morgen als Garant für das schöne und langanhaltend beständige Wetter, betont Wimmer.

Fehlerquote?

Seine Nachbarn und viele Freunde zählen auf seine Wettervorhersagen. Daneben gelegen habe er mit seinen Tipps nicht sehr oft, doch es spielten manchmal eben viele Faktoren gegen alle sonst bestätigten Vorkommnisse, heißt es von dem Hobby-Meteorologen. „Ich bin kein Hellseher und der allgemeine Wetterbericht mit all den Satellitenkarten und Werten liegt ja auch nicht immer zu hundert Prozent richtig, es gibt immer die Möglichkeit einer Fehlprognose“, so Wimmer. „Auch beim Wetter menschelt es, wir können nicht alles bestimmen“.

Quelle: rosenheim24.de

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