Eklat bei "Jugend trainiert für Olympia":

Schulfußball: Fünfmal Rot und Spielabbruch!

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Bad Aibling - Bei einem Schulfußballturnier brannten bei einigen Jugendlichen die Sicherungen durch. Sie gingen auf den Schiri los. Die Folge: Rote Karten und Spielabbruch!

Die Mannschaft der Deutschen Sport Privatschule (DSP) in Bad Aibling hat zum zweiten Mal den südbayerischen Meistertitel im Fußball bei „Jugend trainiert für Olympia“ errungen und sich damit für das bayerische Finale am 13. Juli in Illertissen qualifiziert.

Die zwei Zu-Null-Siege der Bad Aiblinger Schüler gegen das Gymnasium Fürstenzell (2:0) und gegen die Realschule Lindau (3:0) gerieten aber irgendwie in den Hintergrund, weil es im letzten Spiel gegen das Adolf Weber Gymnasium München zu einem handfesten Eklat kam.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war brisant: Der DSP genügte ein Unentschieden zur Qualifikation für das Landesfinale, die Münchner hätten gewinnen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Doch nach einem 0:1-Rückstand drehten die Schüler aus der Landeshauptstadt durch: Es gab vermehrt verbale Scharmützel mit dem Schiedsrichter, das dieser zunächst mit einer ersten Roten Karte quittierte.

Als wenig später das 2:0 für Bad Aibling fiel, geriet die Lage zunehmend außer Kontrolle. Insgesamt vier weitere Spieler aus München beschimpften den Referee aufs Übelste und erhielten ebenfalls eine Rote Karte. Wie uns aus Schiedsrichterkreisen glaubhaft versichert wurde, nannten die etwa 14-jährigen Münchner Schüler den Schiedsrichter mehrfach „Hurensohn“ oder „Missgeburt“. Auch Drohungen sollen ausgestoßen worden sein. Letztlich wurde das Spiel beim Stand von 2:0 für Bad Aibling abgebrochen.

Ob die betreffenden Spieler nun Strafen, d.h. zum Beispiel längere Sperren für den Vereinsfußball, erwarten, ist offen. Wie die Pressestelle des Bayerischen Fußball Verbandes auf Anfrage von rosenheim24.de mitteilte, sei der Verband in den Ablauf des Schulfußballes nur bedingt involviert. An einer Aufklärung sei man allerdings stark interessiert, so der Verband, zumal es sich beim betroffenen Schiedsrichter um einen offiziellen BFV-Referee handele. Allerdings lägen zum aktuellen Fall noch keine Informationen in der Verbandszentrale in München vor.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture al liance / dpa

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