Kellerbrand fordert eine verletzte Person

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Bad Aibling - Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei einem Brand in der Mühlmoosstraße gefordert. Als die Floriansjünger eintrafen, war bereits eine massive Rauchentwicklung zu sehen.

Die Feuerwehr der Stadt Bad Aibling wurde am Freitag mit dem Löschzug und Sonderfahrzeugen zu einem Kellerbrand in die Mühlmoosstraße alarmiert. Bei Eintreffen war bereits ein massiver Rauchaustritt über ein Dachfenster zu erkennen. Nach Rücksprache mit den Hausbewohnern konnte ausgeschlossen werden, dass sich noch jemand im Gebäude befand. 

Durch die Türritzen der Eingangstüre drückte es bereits Rauch mit giftig gelb-schwarzer Färbung. Der Einsatzleiter erkannte sofort die Gefahr einer Durchzündung. Eine Person wurde inzwischen vom Rettungsdienst übernommen und mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation ins Klinikum nach Rosenheim gebracht. Während der Angriffstrupp mit einem C-Rohr zum Innenangriff vorging, wurde der Lüfter in Stellung gebracht. Dem Angriffstrupp schlugen auf der Kellertreppe bereits die Flammen entgegen. 

Nach kurzer Rauchgaskühlung mit einem C-Rohr und Wasser ergänzt um den Löschmittelzusatz F-500, ging der Trupp unter den Flammen in den Keller vor. Durch den Löschmittelzusatz konnte der Löschwasserverbrauch extrem reduziert werden und so die Heiß-Dampfbelastung für den Angriffstrupp deutlich reduziert werden und dadurch Wasserschaden ausgeschlossen werden. Inzwischen wurde ein Kellerfenster gewaltsam von außen geöffnet und eine Öffnung für den Lüfter geschaffen. 

Die Einsatzleitung hatte sich in Absprache mit dem Abschnittsleiter Innenangriff ungewöhnlicherweise entschlossen, über das Kellerfenster –und nicht über die Haustüre– mit dem Hochdrucklüfter für klare Sicht und Entrauchung zu sorgen. Das Vorgehen funktionierte wie geplant. Mit dem Hochdrucklüfter wurde der Rauch wurde über das kleine Kellerfenster zum großen Luftaustritt an der Haustüre gedrückt. Diese, eigentlich umgekehrte Vorgehensweise funktionierte nur deshalb, weil der Wohnbereich mit Türen verschlossen war. Mit sehr geringen Menge Wasser wurde inzwischen das Feuer ausgemacht, nach 15 Minuten wurde „Feuer aus“ gemeldet. 

Jetzt begannen die langwierigen Nachlöscharbeiten. Mit insgesamt vier Atemschutztrupps wurde der vom Feuer betroffene Bereich endgültig abgelöscht und entleert. Durch die Russ-Kontamination im Kellerbereich und im Treppenhaus dürfte der Schaden deutlich über 40.000 EUR liegen. Gegen 21:30 Uhr konnte dann die Feuerwehr komplett abgezogen werden, der Kriminaldauerdienst hatte noch in der gleichen Nacht die Ermittlungen übernommen. Im Einsatz waren die Feuerwehr der Stadt Bad Aibling mit einem Löschzug und Sonderfahrzeugen, die Freiwillige Feuerwehr Mietraching, Rettungsdienst, Notarzt, Polizei und Kreisbrandinspektion.

Pressemeldung Feuerwehr Bad Aibling

Quelle: rosenheim24.de

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