517.02.1217.02.12|Bad Reichenhall|
|
|Schrift
a /
A||
Bad Reichenhall - Über die aktuelle Lage bei der bayerischen Forstwirtschaft informierte der Vorstandsvorsitzende Dr. Rudolf Freidhager. So geht es den heimischen Wäldern:

© stw
Dr. Rudolf Freidhager sprach am Donnerstagabend im Gasthof Bürgerbräu.
Zahlreiche Besucher kamen am Donnerstagabend auf Einladung des Bund Naturschutzes Bad Reichenhall in den Gasthof Bürgerbräu, um den Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden der bayerischen Staatsforsten, Dr. Rudolf Freidhager, zu folgen. Dieser ging darauf auch gleich mit einem kleinen Scherz ein: „Ich hätte gar nicht gedacht, dass das Thema Staatsforsten für die Leute noch derart sexy ist!“
Die Begrüßung des Sprechers des Arbeitskreises „Wald“, Michael Nürbauer, stand im Zeichen eines Rückblickes auf den Orkan Kyrill aus dem Jahre 2007. Dieser sei nicht weniger als die „schlimmste Naturkatastrophe der letzten 100 Jahre“ gewesen. Nürbauer verdeutlichte dies mit zahlreichem Bildmaterial und fügte hinzu: „Dieser Orkan hat schockierende Folgen mit sich gebracht. Mit viel Mühe hat man diese aber bewältigen können.“
Freidhager beschrieb dem Auditorium, welches überwiegend mit Fachleuten besetzt war, im weiteren Verlauf die aus seiner Sicht wichtigsten Schwerpunkte, um welche sich er mit seinen Mitarbeiten zu kümmern habe. Diese reichen von der Energieholznutzung, über den Waldumbau, bis hin zum Klimawandel. Zuvor hatte Freidhager hierüber im persönlichen Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner (CSU) - welcher der Veranstaltung ebenfalls beiwohnte - diskutiert.
In der anschließenden Diskussion gab es seitens der Besucher vor allem Kritik am ansteigenden Verbiss der Wälder durch Wild- und Nutztiere. Völlig wegbekommen werde man diesen nicht, da müsse man schon „jedes Reh ermorden und das wollen wir nicht“, entgegnete Dr. Freidhager. Dem Reichenhaller Stadtrat Dr. Wolf Guglhör (SPD) lag ein anderes Thema am Herzen: Die personelle Nachhaltigkeit der bayerischen Staatsforsten. Hier seien viele Initiativen gesetzt worden, so dass „wir nicht in die demographische Falle tappen“, erläuterte daraufhin der Staatsforsten-Chef. Auch die Verbreitung von Waldstraßen war einigen Bürgern ein Anliegen. Freidhager versicherte, dass man diese nur nach Bedarf plane: „Wir werden keinen einzigen Meter Straße bauen, den wir nicht benötigen.“
stw
zurück zur Übersicht: Bad Reichenhall

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.