SPD-Wahlkampfzwischenstation beim Moserwirt in Karlstein

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Rupp: keine Zusage für Feuerwehr

120.02.1220.02.12|Bad Reichenhall|
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Bad Reichenhall - Es bewegt sich etwas in Bad Reichenhall. Nach Ansicht der SPD-OB-Kandidatin Adelheid Rupp lässt der Wahlkampf schon jetzt Wirkungen in der Stadtpolitik erkennen.

© Adelheid Rupp

Adelheid Rupp im angeregten Gespräch mit den Vertretern der Karlsteiner Feuerwehr Rudi Potschacher und Löschzugführer Heini Rauch.

Bei ihrer Wahlkampfstation beim Moserwirt in Karlstein zog Adelheid Rupp eine positive Zwischenbilanz. Wichtige Themen werden intensiv diskutiert. In der Februarsitzung des Stadtrates sei nicht zuletzt wegen der öffentlichen Debatte das längst überfällige Museumskonzept verabschiedet worden. Und die Räumlichkeiten der AWO-Kindermittagsbetreuung habe der Oberbürgermeister zwischenzeitlich auch besichtigt und dabei sicher Handlungsbedarf festgestellt.

Es waren eher die sozialen Themen der Reichenhaller Stadtpolitik, die Adelheid Rupp in Karlstein in den Mittelpunkt stellte. In der Diskussion war es dann allerdings die Karlsteiner Feuerwehr, die für viel Gesprächsstoff sorgte. Verständnis hat die SPD-Kandidatin für die Problematik um das viel zu kleine Feuerwehrhaus aufgebracht, eine wie auch immer geartete Zusage ließ sie sich jedoch in der Veranstaltung nicht abringen.

Dass in der Reichenhaller Stadtpolitik die sozialen Aspekte immer untergeordnet waren, sei deutlich in den Bereichen Wohnen, Kinder und in der Altenpolitik zu erkennen. Dass die Stadt einen sehr hohen Altersdurchschnitt der Bevölkerung aufzuweisen hat, sehe man der Stadt nicht an und Adelheid Rupp fügte hinzu: leider! Sie könnte sich Vorzeigeprojekte vorstellen bei den Themen Wohnen im Alter, der barrierefreien und eine altersgerechte Verkehrsgestaltung wie z. B. durchgehende, sichere Radwege. Die Stadt ist alles andere als behindertengerecht und wenn Reichenhall schon vom Altersdurchschnitt her in Deutschland 20 Jahre voraus ist, dann sollte sich dies auch in der örtlichen Politik niederschlagen.

Bei den Themen Kirchholztunnel, Pumpspeicherwerk und Tourismusentwicklung hielt sich die OB-Kandidatin der SPD nicht lange auf, weil die Standpunkte schon mehrfach dargelegt seien. Dafür wollte sie der Diskussion in Karlstein einen breiten Raum geben und der wurde beim Moserwirt ausführlich genutzt.

Im Mittelpunkt stand dabei die Karlsteiner Feuerwehr. Adelheid Rupp hatte im Zusammenhang mit dem Thema städtischer Haushalt ein Versprechen des Oberbürgermeisters für ein neues Feuerwehrhaus (Umbau des bisherigen Haus des Gastes) kritisiert, was dann auch in der Versammlung zu entsprechenden Wortmeldungen führte. Reinhold Zepf bezeichnet das bestehende Feuerwehrhaus als einen Schandfleck für Karlstein und erinnerte daran, dass es von Anfang an zu klein war und seit der Eingemeindung nichts gemacht wurde. Georg Fuchs erwähnte, dass es für das Haus des Gastes keine Verwendung gibt und es sich daher wohl für die Feuerwehr anbiete. Und der Karlsteiner Löschzugführer Heini Rauch erläuterte eingehend die beengten Verhältnisse. Mit ihren 50 Einsätzen jährlich sei die Karlsteiner Wehr ein nicht zu ersetzender Bestandteil der Reichenhaller Feuerwehr und die erfolgreiche Jugendarbeit sei nur durch die örtliche Nähe möglich. Sollte der Löschzug nach Reichenhall verlegt werden, wie es der anwesende Bürgermeister Manfred Adldinger in einem Leserbrief nahegelegt habe, würde der Karlsteiner Nachwuchs wohl verlorengehen.

Die so angesprochene OB-Kandidatin pflichtete dieser Argumentation ohne Einschränkung zu, erneuerte aber gleichwohl ihre Kritik an der Vorgehensweise. Stadtpolitik könne nicht so gemacht werden, wie es derzeit in Reichenhall abläuft. Vieles werde nach dem Zufallsprinzip von Fall zu Fall behandelt, unabhängig von einer langfristigen Finanzplanung. Bei der jetzigen Haushaltslage Versprechungen zu machen sei unseriös. Sie sei selbstverständlich nicht „gegen alles“, aber die Investitionen müssen mit einem langfristigen Investitionsplan abgestimmt werden: „Stadtpolitik ist kein Wunschkonzert, mit den knappen Mitteln muss nachhaltig umgegangen werden“.

Pressemitteilung Adelheid Rupp

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